Das OK auf den neuesten Stand gebracht

Zum erst zweiten Mal traf sich vergangene Woche das beinahe komplette Organisationskomitee des Schwyzer Kantonalturnfests. An diesem Infoabend wurde jedem bewusst, welch grosse Arbeit bisher geleistet wurde – und auch was noch auf das OK zukommt. 

Seit Anfang Jahr kann das 65-köpfige OK die Vorbereitungen konkret vorantreiben. Zuvor musste man zwar nicht ganz ins Schwarze hinaus planen, jedoch wurde die Arbeit in allen Ressorts erheblich vereinfacht, seit offizielle Teilnehmerzahlen bekannt sind.

Neben den Gastgebern, den Turnvereinen Reichenburg und Buttikon-Schübelbach, haben sich 160 Vereine für den Grossanlass angemeldet. Diese schicken 760 jugendliche und 3380 erwachsene Turnerinnen und Turner an das Turnfest. Zum einen am ersten Wochenende (16./17. Juni) nach Lachen (Leichtathletik), Buttikon (Vereinswettkämpfe Jugend, Geräteturnen) und Reichenburg (Nationalturnen) an die ersten Wettkämpfe. Der grosse Ansturm folgt dann am zweiten Wochenende (23./24. Juni) während den Vereinswettkämpfen der Erwachsenen auf dem Hauptfestareal in Buttikon.

Patrouille Suisse als Höhepunkt

Vergangene Woche traf sich das bei-nahe lückenlose OK in der Aula der MPS Buttikon zu einer Standortbestimmung. OK-Präsident Hanspeter Rast machte die Anwesenden noch einmal darauf aufmerksam, welch hochkarätiges Teilnehmerfeld am Start sein wird. Nimmt man die Eidgenössischen Turnfeste aus, gab es in jüngster Vergangenheit in der Schweiz kein Turnfest, das so viele Spitzenvereine begrüssen durfte. Dies habe Vor-, aber auch Nachteile, sagte Rast. «Ich weiss, dass andere gute Turnvereine aufgrund der Masse an starken Sektionen von der Anmeldung an das Schwyzer Kantonalturnfests absahen, weil sie befürchteten, dass Spitzenplätze für sie ausser Reichweite sind.» Dennoch sei man stolz. Vor allem, dass der STV Wettingen anreisen wird. «Der FC Basel des Turnsports», sagte Rast.

«Ich habe eigentlich gar nichts zu tun», witzelte Rast. «Die grosse Arbeit wird in den verschiedenen Ressorts gemacht.» Selbstredend ist dies nur die halbe Wahrheit. So hat Rast nicht nur die Übersicht über alle Ressorts zu behalten, er zeichnet sich auch verantwortlich für das Sonntagsprogramm. Die Patrouille Suisse, die am letzten Festtag zusammen mit Fallschirmaufklärern eine Show zeigen wird, ist zwar ein Höhepunkt, bringt aber auch Mehraufwand mit sich. So gibt es vier verschiedene Programm-Varianten – je nach Wetter und ob die Patrouille Suisse an diesem Tag fliegen kann. Die Fliegerstaffel fliegt nicht nur die Show, sondern am Freitag, 22. Juni, auch noch ein Training. Dieses findet von 16 bis 16.30 Uhr statt – abgestimmt auf die Maturaprüfungen, die am selben Tag in Nuolen stattfinden.

Finanzchefin als «Spassbremse»

Nach Rasts Ausführungen war es an den verschiedenen Ressortleitern, die Kollegen auf den neuesten Stand zu bringen. OK-Vizepräsident und Personalchef Martin Müller präsentierte Grafiken, die aufzeigten, wie herausfordernd es ist, alle Helfer sinnvoll in Schichten einzuteilen. Seine Kernbotschaft war: «Wir versuchen, ohne externe Helfer auszukommen, sprich alle Arbeiten mit unseren Vereinsmitgliedern zu stemmen.» Finanzchefin Brigitte Nigg bezeichnete sich schmunzelnd als «Spassbremse» und machte klar, dass in jedem Ressort noch an Ausgaben gespart werden kann und muss. TK-Chef Nico Marthy bestätigte, dass Leiterpreise, Turnkreuze, Auszeichnungen und Weiteres bereits eingetroffen oder bestellt ist. Weiter würden allen umliegenden Vereinen, die Turnmaterial für die Wettkämpfe zur Verfügung stellen, die Möglichkeit geboten, unter der Woche auf dem Wettkampfareal zu trainieren.

Gesamtwettkampfleiter Marco Bollmann berichtete vom Erstellen der Zeitpläne, die je nach Wünschen von Vereinen noch angepasst wurden. «Jetzt habe ich nichts mehr gehört, also sollte es für alle passen», so der Kantonaloberturner.

Festwirte degustieren fleissig

Sicherheitschef Patrick Schmid und sein Team haben in den vergangenen Monaten ebenfalls grosse Arbeit geleistet und von verschiedenen Stellen wie Gemeinde, Kanton, Polizei oder Feuerwehr Konzepte absegnen lassen. Markus Diethelm (Infrastruktur) hat alle Verträge mit Zeltbauern oder Beschallungstechnikern abgeschlossen und freut sich auf den «Spatenstich» am 8. Juni.

Für Simone Bodmer sind die Arbeiten noch nicht ganz, aber zu einem grossen Teil abgeschlossen. Auf der Suche nach Sponsoren durfte Bodmer und ihr Team auf grosse Unterstützung des lokalen Gewerbes zählen. Danach lauschten die Turner den amüsanten Ausführungen von Festwirt Nicolas Keller. In den verschiedenen Sitzungen mit seinem Team konnte bisher einiges an Verpflegung und Getränken degustiert werden – Letzteres führte dabei zu vielen neuen Ideen, wie Keller lachend erzählte.

Letztlich gab Jörg Mettler, Präsident des Kantonalturnverbands, dem OK die besten Wünsche mit auf den Weg. Er sei überzeugt, dass die Schwyzer Turnfamilie und die vielen Gäste im Juni in der March ein grossartiges Turnfest erleben werden.